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Der Schüleraustausch nach Verona war für unsere Gruppe eine Reise, die uns nicht nur geografisch, sondern auch kulturell ein großes Stück weitergebracht hat. Am 08.März starteten wir früh: Um 6:30 Uhr ging es mit dem Zug los – erst nach Leipzig, dann über München weiter Richtung Italien. Nach einer langen Fahrt erreichten wir schließlich um 19.30 Verona, wo wir von unseren Austauschfamilien empfangen wurden. Herzliche Umarmungen und Gespräche schufen von Beginn an eine Atmosphäre, in der man sich willkommen fühlte. Der erste Abend stand ganz im Zeichen des Kennenlernens und Ankommens.
Am Montag klingelte der Wecker früh. Um 8:00 Uhr begann der Unterricht in einem Nebengebäude der Schule. Nach einer Einführung und einer kleinen Führung durch das Schulgebäude durften wir den Unterricht unserer Austauschpartner besuchen. Die Schülerinnen und Schüler begrüßten uns genauso herzlich wie tags zuvor die Familien, stellten viele Fragen und auch wir bekamen Gelegenheit, Fragen zu stellen. Danach tauchten wir in die Geschichte Veronas ein: Wir besichtigten eine römische Villa, die zufällig bei Bauarbeiten gefunden worden war. Der Archäologe, der die Ausgrabungen einst geleitet hatte, führte uns persönlich herum und zeigte uns anschließend einen antiken Tempel, von dem heute leider nur noch Mauerreste im Untergrund Veronas übrig sind.
Am Dienstag ging es nach einem kurzen Schulbesuch zur berühmten Ponte Pietra, einer von den Römern erbauten und damit ältesten Brücke der Stadt. Der anschließende Besuch des römischen Theaters beeindruckte durch die Kulisse: bei wolkenlosem Frühlingswetter überblickte man von dort aus die ganze Stadt.
Leider setzte sich dieses beim Besuch des Gardasees am nächsten Tag nicht fort: Nebel lag über dem See. Nichtsdestotrotz konnte man den Prunk und die fantastische Aussicht der „Grotten des Catull" erahnen. In dieser Villa auf einer in den Gardasee hineinreichenden Landzunge bei Sirmione soll sich der Dichter einst selbst aufgehalten haben, daher der Name. In Desenzano führte man uns zu einem echten Geheimtipp: die in jedem Raum der römischen Villa erhaltenen Fußbodenmosaike gaben einen guten Einblick in das Leben der wohlhabenden Römer.
Am Donnerstag trafen wir uns um 8:00 Uhr in der Schule, um Präsentationen über die Erlebnisse der vergangenen Tage vorzubereiten. So werden auch künftige Schülergenerationen an unseren Erlebnissen teilhaben können. Am Nachmittag hatten wir Freizeit. In den Gruppen herrschte eine familiäre Atmosphäre, als ob wir uns schon ewig kennen würden. Das Abschieds-Pizzaessen am Abend war daher ein gemütlicher, aber auch emotionaler Abschluss unserer Zeit in Verona.
Um 9:00 Uhr am Freitagmorgen stiegen wir in den Zug Richtung Heimat – müde, aber voller schöner Erinnerungen. Wir haben nicht nur die Stadt und ihre Geschichte kennengelernt, sondern auch den Alltag unserer italienischen Austauschpartner erlebt. Beides wird vielen von uns lange in Erinnerung bleiben.
Sophia Gäbler