Vertretungsplan:

Lessingschüler in Finnland

Nachdem im April bereits eine finnische Gruppe an unserem Gymnasium zu Gast war, hatten nun 15 unserer Schüler die Chance, selbst eine Austauscherfahrung zu machen – im Land der Mitternachtssonne, der Sauna und der 187.888 Seen.

Am letzten Dienstag der Sommerferien trafen wir Schüler uns, um von Berlin-Tegel gemeinsam nach Helsinki zu reisen, wo wir herzlich von den finnischen Koordinatoren in Empfang genommen und zum Hostel geleitet wurden. Diese zeigten uns am nächsten Tag die Hauptsehenswürdigkeiten der überschaubaren und dennoch reizenden Hauptstadt Finnlands: Dazu gehörten die russisch-orthodoxe Uspenski-Kathedrale, die strahlend weiße Domkirche, das Nationalmuseum Ateneum und eine Kirche, die sich in einem gesprengten Felsen befand. Am Nachmittag setzten wir unsere Reise nach Hamina (150km östlich von Helsinki, an der Ostsee gelegen) fort, wo wir von unseren Austauschschülern herzlich aufgenommen wurden.

Der Donnerstag bestand für uns aus einem Willkommensprogramm mit Sport und Spiel sowie aus einer Einführungsstunde in die finnische Sprache, welche ein Exot im europäischen Sprachensystem ist. Fernerhin hospitierten wir im Unterricht und wohnten dem Deutschunterricht bei.

Porvoo, eine pittoreske Kleinstadt mit traditionellen Holzhäusern, erwartete uns am Freitag. Nach einem Spaziergang durch das Zentrum begaben wir uns – mit den finnischen Austauschschülern – nach Helsinki, wo die Zeit individuell gestaltet werden konnte – anschließend ging es auf die Insel Suomenlinna, die größte Festungsinsel Europas, auf der gemeinsam gepicknickt wurde.

Nachdem auch der Samstagvormittag den Familien zur freien Gestaltung offenstand, trafen sich alle Teilnehmer, inklusive Lehrer, im Sommerhäuschen einer finnischen Teilnehmerin, wo je nach Lust und Laune gebadet werden konnte, selbstverständlich in Abwechslung mit dem einen oder anderen Saunagang. Dazwischen wurde uns ein reichhaltiges Buffet serviert, bei dem vielerlei selbstzubereitete landestypische Speisen probiert werden konnten.

Der Sonntag stand ebenso den Gastfamilien zur freien Verfügung – einige unternahmen Ausflüge nach Kotka oder auf die vorgelagerten Schäreninseln.

Ein weiterer Schultag füllte den Montag aus, nach einem „Abschlusstest“ in Finnisch begaben wir uns auf einen Spaziergang durch Haminas (20.000 Einwohner) Zentrum, daran schloss sich eine Visite in einem Café an, bei der finnische Backwaren gekostet werden konnten.

Am Dienstag, unserem letzten Tag, konnten am Vormittag die Innenstadt und ihre Geschäfte auf eigene Faust erkundet werden. Nach dem Mittagessen wurden uns vom Musikkurs Stücke Bachs sowie des finnischen Nationalkomponisten Sibelius dargeboten, zusammen musizierten wir danach mit Instrumenten zu einem finnischen Lied. Das Abschluss-Vesper diente letzten Gesprächen und der Evaluation des Projektes, zahlreiche Einladungen zum Wiederkommen wurden herzlichst ausgesprochen. Dann verabschiedeten wir uns von unseren neu gewonnenen Freunden und reisten über den Flughafen Helsinki-Vantaa wieder nach Hause.

Die Woche war für alle Beteiligten eine Bereicherung – seien es das ansprechende Programm, die Saunagänge oder die ausgesprochene Herzlichkeit, mit der wir empfangen wurden. Gedankt werden soll an dieser Stelle den finnischen Lehrern (Maria, Mikko) sowie den deutschen Koordinatoren des Programms (Frau Schindler, Frau Schreyer), welche maßgeblich zum Gelingen der Woche beitrugen. Besonderer Dank gilt auch der Familie, welche uns beinahe 35 Leute in ihrem Sommerhäuschen empfing und hervorragend beköstigte und natürlich allen Gastfamilien für deren Bereitschaft zur Beherbergung. deutschen Schülers.

 

Erik Füßlein