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Aus der Geschichte des Gotthold-Ephraim-Lessing-Gymnasium Kamenz

Das Kamenzer Gotthold-Ephraim-Lessing-Gymnasium hat seine Wurzeln in der 1904 gegründeten Höheren Schule und dem 1992 eingerichtetem Kreislichen Gymnasium.

Ende des 19. Jh. Anwachsende Bedeutung von Kamenz durch die Entwicklung von Industrie und Militär in der Stadt, eine Höhere Schule wird gebraucht

09.11.1903 Beschlussfassung zur Einrichtung einer Realschule mit Progymnasium durch den Schulausschuss, Zustimmung durch den Stadtrat und das Stadtverordnetenkollegium Ende November bzw. Anfang Dezember

Ostern 1904 Eröffnung der neuen Schule im Gebäude der Bürgerschule am Schulplatz (heute 1. Mittelschule), teilweise Auslagerung des Unterrichts aus Platzmangel ins Rathaus

Somit konnte man bis zur 10. Klasse eine Kamenzer Schule besuchen. Um das Abitur zu erlangen, musste man weiterhin nach Bautzen gehen.
Von den ersten 24 Schülern besuchten 13 die Realschulklasse und 11 das Progymnasium.

16.04.1909 Berufung Professor Muhles zum Schulleiter

28.05.1909 Grundsteinlegung für das Gebäude in der Henselstraße 14

Juli 1909 Verleihung des Namens "Lessingschule"

18.10.1909 Feierlicher Umzug der Schüler ins neue Gebäude

Februar 1910 Abnahme der ersten Reifeprüfungen, Verleihung des Einjährigenzeugnisses an alle 13 Kandidaten

13.03.1910 Gründung der Vereinigung Ehemaliger Lessingschüler (VEL) durch die ersten Absolventen auf Anregung Prof. Muhles

1916 Besuch der Lessingschule erstmals für Mädchen möglich

1919 Einstellung der ersten Lehrerin im Fach Sport

1925 Verleihung des Status' einer Oberrealschule

1928 Absolvierung der ersten Abiturprüfungen für 15 Jungen und 2 Mädchen

1936 Verabschiedung Prof. Muhles in den vorzeitigen Ruhestand

12.12.1942 Auslagerung des Unterrichts an verschiedene Orte der Stadt, Nutzung des eigentlichen Schulgebäudes als Lazarett

1945 Einberufung der Schüler der 11. Klasse zum Militär nach absolvierter Frühreifeprüfung, Einstellung des Schulbetriebs bei Näherrücken der Front

01.10.1945 Wiedereröffnung der Schule nach dem 2. Weltkrieg

17.12.1948 Zwangsweise Auflösung der VEL

1955 bis 1992 Bezeichnung der Schule "Lessingschule (EOS)", EOS steht für "Erweitere Oberschule"

01.09.1981 Erstmals keine Einrichtung einer neuen neunten Klasse

01.09.1982 Einführung des zweijährigen Abiturs nach zehnjährigem Besuch der POS (Polytechnische Oberschule)

Herbst 1991 Festlegung der Stadt Kamenz als Standort für ein zweites Gymnasium innerhalb der Schulnetzplanung des Freistaates Sachsen, Träger Landkreis Kamenz

05.05.1992 Entscheidung für das neu zu errichtende Gymnasium aufgrund des Zeitdrucks das leerstehende Lehrgebäude der ehemaligen Offiziershochschule am Flugplatz zu nutzen

August 1992 Festsetzung der Stadt Kamenz als Träger der Lessingschule, in Klammern statt "EOS" nun "Städtisches Gymnasium"

Herbst 1992 Gründung des Vereins der Freunde und Förderer der Lessingschule

August 1993 Beginn der umfangreichen Rekonstruktion des Schulgebäudes am Flugplatz, dem "Kreislichen Gymnasium"

1993/94 Erfolgreiches Abitur der ersten 52 Abiturienten im"Kreislichen Gymnasium"

Dezember 1995 Abschluss der Rekonstruktion und Namensverleihung, Prägung des Schullebens des "Albert-Schweitzer-Gymnasiums" im Sinne der Ethik des Namensgebers durch Benefizkonzerte, zahlreich sozial engagierte Veranstaltungen, aber auch durch Kontakte zu Zeitzeugen Schweitzers und Projekte

29.10.1996 Gründung des Schulvereins im Albert-Schweitzer-Gymnasium

19.10.2000 Gründung der Schülerfirma "i-Punkt" im Albert-Schweitzer-Gymnasium

01.08.2002 Fusion des Albert-Schweitzer-Gymnasiums und der Lessingschule zum Gotthold-Ephraim-Lessing-Gymnasium auf Grund dramatisch sinkender Schülerzahlen, Beibehaltung der Namen Lessingschule und Albert-Schweitzer-Schule


Zuletzt bearbeitet von Fachleiter Sprachen am 26.12.2010 um 13:53 Uhr